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MICHAEL RIEDEL

03.05 - 22.06.2019

 

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Michael Riedel (*1972) lebt und arbeitet in Frankfurt. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt – unter anderem im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt (2018), Kunsthalle Zürich (2017), MAK, Wien (2015), Tate Modern, London (2009), Städel Museum, Frankfurt (2009 und 2008). Die in der Gabriele Senn Galerie ausgestellten Werke sind Teil einer Serie, die auf der Grundlage von Kopien aus Büchern aus Naturkundemuseen entstand. „Bei den Vorlagen handelt es sich um Fossilien, darunter ein Flugsaurier, ein Krokodil […], aber auch ein Affe. Fossilien werden gesammelt, um die Entwicklungsgeschichte der Menschheit zu erforschen. Anhand von Ähnlichkeiten der Knochengerüste wurde die Theorie der Abstammung entwickelt. Michael Riedel vergrößerte die Abbildungen und montierte sie auf Archivkarton, dabei einzelne Fotografien zu Familien arrangierend. Es wurden Serien gebildet, in denen ein und dasselbe Motiv wiederholt wurde, Formate wurden unterschiedlich skaliert, Abbildungen wurden multipliziert und um jeweils 90 Grad gedreht. An die Wand gehängt zeigen sich die Schwarz-Weiß Reproduktionen als Variablen. Sie führen vor, wie sich die zugrunde liegenden Konstanten auf einem Bildträger verteilen lassen, zugleich kreieren sie eine andere, systemische Evolutionsgeschichte. Die Tüte auf dem Genitalbereich des schwingenden Äffchens ist so gefaltet, dass aus dem „blick“ ein „lick“ geworden ist, das anregt, über die Generierung neuen Lebens und Kunst nachzudenken, die die Kunstplastiktüte, in der Pinsel verpackt sind, unmöglich macht.“1

 

[1] Antje Krause-Wahl: Nullpunkt der Kreativität, in: Wagner, Matthias / Dr. Linhart, Eva (Hrsg.): Michael Riedel. Grafik als Ereignis (Kat. Ausst. Museum Angewandte Kunst, Frankfurt 2018), Frankfurt 2018, S. 122.

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