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curated by_Adrian Buschmann

Emancipatory Dinner 4.9

 

Cosima von Bonin  Tom Burr  Marc Camille Chaimowicz  Yoshishige Furukawa  Jenny Holzer 

Edward Krasinski  Kitty Kraus  Lucy McKenzie & Paulina Olowska  Hans Weigand & Kathi Senn

 

05.09. - 17.10.2020

 

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Es ist meiner Kenntnis nach die einzige Passage in der Kritik der Urteilskraft wo Kant in Begriffen der Zeit von dem Mechanismus der ästhetischen Vorstellungskraft spricht. Das es sich hier um eine Analytik handelt zeigt ganz einfach, dass die kantischen Kriterien das künstlerische Werk nicht mit der Aufforderung des Schönen zu beurteilen versteht. Es ist eine Desorientiertheit oder vielleicht eine Desorientierung, ein Entorten, ein Zerstören der Markierungen die gerade noch einen Ort bezeichneten. Ein Rückfall vielleicht in längst verschlissene Formen von Kunst äußern sich so systematisch mit der Kraft der Geste zwischen Sprache, Text, Körper, Geschlecht und Raum. Die Obsession der Verdichtung in Sphären sich wiederzufinden um den Trugbildern einer Gesellschaft zu entfliehen.Marc Camille Chaimowicz und Edward Krasinski stehen sich mit ihrem Werk, welches die Grenzen des Privaten und des Öffentlichen auflösen, sehr nahe. Windgeräusche, visuelle Begegnungen, Material, Form und die körperliche Wahrnehmung all dessen, sind grundlegend für das Werk von Yoshishige Furukawa. Jenny Holzer beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Themen wie Gewalt, Sex, AIDS und Machtstrukturen. In der Ausstellung wird einer ihrer „Truisms“ in Form eines LED-Leuchtband zu sehen sein. Der Künstler im Portrait, Hans Weigand, der in seinem künstlerisch geprägten Umfeld nicht nur mit Musik und Pop Kultur zu tun hat, ist in der Ausstellung mit der Arbeit DISCO BOYS / DISCO GIRLS (Kathi Senn) vertreten. Tom Burr der in seinen Arbeiten des Erzählens von persönlichen und beruflichen verbunden bleibt und sein Werk Black Dye unumstößlich für die Idee dieser Ausstellung zu stehen scheint. NOVAPOPULARNA - die Bar welche 2003 in Warschau gemeinsam von Paulina Olowska und Lucy McKenzie als literarischer Salon ausgerichtet, als Hort der politischen, künstlerischen, ja weiblichen Emanzipation wurde. Cosima von Bonin die neben ihren Installationen und Bilderwelten auch soziale Beziehungen wie Event, Konzerte, Performances und gelebte Freundschaften zu einem Teil ihrer Interaktionen macht - so bezieht sich eine neue Generation von Künstler*Innen wie Kitty Kraus die in den 80er und 90er groß geworden sind ganz bewusst auf Theorien von kunst- und kulturhistorischen Bezügen.

 

To my knowledge, it is the only passage in “The Critique of Judgment” in which Kant speaks about the mechanism of aesthetic imagination in terms of time. It is shown to be an analysis by the fact that Kantian criteria do not judge artistic works according to the demands of beauty. It is disorientation, displacement, a destruction of the markings that only just indicated a place. A relapse, perhaps into long-worn forms of art, is expressed systematically through the power of the gesture between language, text, body, gender and space. The obsession of finding oneself in a concentration of spheres to escape the illusions of a society.Marc Camille Chaimowicz’ and Edward Krasinski’s pieces are closely related in that they dissolve the boundaries between the private and public spheres. Wind noise, visual encounters, material, form and physical perception are all important in Yoshishige Furukawa’s work. Jenny Holzer's work deals with topics such as violence, sex, AIDS and power structures. One of her "Truisms" will be on display in the exhibition in the form of a LED light strip. Hans Weigand, who’s artistic environment is not only concerned with music and pop culture, is the artist being portrayed and is represented in the exhibition with the piece DISCO BOYS / DISCO GIRLS (Kathi Senn). Tom Burr’s work showcase stories of a personal and professional nature. His piece Black Dye seems to irrefutably stand for the idea of ​​this exhibition. NOVAPOPULARNA – brought to life by Paulina Olowska and Lucy McKenzie in Warsaw in 2003 is a bar designed as a literary salon and a haven for political, artistic and female emancipation. Aside from installations and imagery, Cosima von Bonin also includes social relationships such as events, concerts, performances and lived friendships as part of her interactions.A new generation of artists, who grew up in the 80s and 90s and who include Kitty Kraus, deliberately make references to art and cultural-historical theories.

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