Mit dieser Ausstellung hat Hans Weigand versucht zurückliegende Dinge in einen neuen Kontext zu stellen. Die Figur der Gegenstand ist nicht im retrospektiven Sinn zu orten sondern sind Quellen unseres Tuns und Energien, auch eine Art Poesie. Gericaults Gemälde Das Floß der Medusa von 1818 beschreibt beeindruckend den Bruch mit dem Klassizismus ein gewaltiges bildnerisches Manifest.Weigands Bilderwelten erinnern daran und zeigen erschreckende Parallelen zu Krieg und Verdammnis in der Umarmung geopolitischer Unersättlichkeiten. Die Technik des Holzschnittes, Aquarell und Tusche „schärfen“ diese Bilderwelten deren Konstruktion aus dem umfassenden eigenen Archiv Weigands besteht ergänzt um Kupferstiche, barocke Welten, Wellen, Masken. Das Chaos das sich dem geordneten nur scheinbar wiedersetzt. Der Weg der formalen Möglichkeiten, die Entschleunigung im präzisieren von Effekten die nur der Künstler sehen und empfinden kann. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll die malerische Praxis des Künstlers, vom Stand der Dinge zu einer Komposition die Malerei frei von allem Ballast voranzutreiben. 

Hans Weigand

DROP_CITY3, 2020
Holzschnitt / Druck auf Papier, Reinhadern naturweiß 270g
135 x 95 cm
Edition von 5, signiert

 

Hans Weigand

DROP_CITY2, 2020
Holzschnitt/Druck auf Papier, Reinhadern naturweiß 270g
135 x 95 cm
Edition von 5, signiert

 

Hans Weigand

The Ancient Snake… , 2020
(3teiliger Altar)
Aquarell, Tusche, Acryl auf geschnitztem Holzdruckstock
170 x 240 cm

In this exhibition, Hans Weigand attempts to frame things of the past in a new context. Figures and objects are not to be considered in a retrospective manner, but should rather be viewed as a source of our actions and energies, a kind of poetry. Gericault’s painting, “The Raft of Medusa” from 1818, provides an impressive account of the break with classicism in a huge visual manifesto. Weigand’s imagery is a reminder of this and shows the terrifying parallels between war and damnation in the wake of an embrace of geopolitical insatiability. His techniques of woodcut, watercolour and ink amplify and “sharpen” such imagery. The pieces, which come from Weigand’s own comprehensive archive are complemented further by copperplate engravings, baroque worlds, waves and masks. Chaos that only appears to resist order. The development of formal possibilities, the deceleration of specific effects which only the artist can see and feel. The exhibition impressively exhibits the artist’s painterly process. Creations stemming from the status quo, which develop into compositions that aim to free the art of painting from any ballast.

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